Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement soll eine Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und der Produkte im Unternehmen sicherstellen. Damit ist das Qualitätsmanagement die organisatorische Einheit im Unternehmen, die genau für diese Einhaltung der Prozesse und der damit verbundenen Qualität des Produktes oder der Leistung zuständig ist. Das Qualitätsmanagement schaut aber vornehmlich auf die Abläufe im Inneren des Unternehmens, um so das Endprodukt, welches ein Produkt oder eine Dienstleistung für den Kunden sein kann, zu steigern. Der Vorteil für das Unternehmen liegt in einer besseren Kundenzufriedenheit und einer besseren Beziehung zu Lieferanten und Kunden. Das Ziel eines optimalen Qualitätsmanagements und einer optimalen Qualitätssicherung ist das Total Quality Management (TQM). Hier sollte die Qualität bis in den letzten Punkt zu hundert Prozent verbessert sein und umfasst alle Bereiche im Unternehmen, vom Einkauf, Vertrieb, Führung, Entwicklung und Endkontrolle. Damit das Qualitätsmanagement ordentlich und einwandfrei funktioniert, muss es von der Führung an in alle Bereiche richtig und positiv vertreten und kommuniziert werden. Qualitätsmanagement ist eine Aufgabe des Managements eines jeden Unternehmens und sollte nie vernachlässigt werden. In vielen Bereichen der Industrie und im Gesundheitswesen ist mittlerweile sogar ein Qualitätsmanagementsystem vorgeschrieben, um Sicherheit und gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Zusätzlich können sich engagierte Unternehmen dies auch zertifizieren und bestätigen lassen, so kann der Kunde sofort erkennen, dass es sich um einen zertifizierten Betrieb handelt, der hochwertige Qualität liefert.

Zeitliche Entwicklung des Qualitätsmanagements

1980 Gründung des Technischen Komitees ISO TC 176

1987 Verabschiedung der Normentwürfe zu DIN ISO 9000ff

1990 Änderung des Produkthaftungsgesetzes mit verschärften Pflichten

1990 Verabschiedung der europäischen Normen EN 29000 – 29004

1993 Überarbeitung der Normenreihe DIN ISO 9000 – 9004

1994 Verabschiedung der DIN EN ISO 9000:1994ff

2000 Verabschiedung der DIN EN ISO 9000:2000ff

2008 Verabschiedung der DIN EN ISO 9001:2008ff

2009 Herausgabe der DIN EN ISO 9004:2009

2011 Herausgabe der neuen DIN EN ISO 19011:2011

2015 Herausgabe der DIN EN ISO 9001:2015

Die fünf Perspektiven auf die Sicht der Qualität

Es gibt viele Ansichten und Perspektiven auf das Qualitätswesen, aber insgesamt haben sich fünf besonders gut durchgesetzt.

  • Kundenorientierter Ansatz (Qualität am Kunden ausgerichtet)
  • Herstellerorientierter Ansatz (Qualität ist Einhalten von Spezifikationen)
  • Absoluter Ansatz (Qualität ist die Güte einer Leistung / Produkt)
  • Produktorientierter Ansatz (Qualität ist Ergebnis einer Beurteilung und dessen Prozess)
  • Wertorientierter Ansatz (Qualität ist der Grad der Perfektion unter Einbezug eines akzeptablen Preis)

Daraus ist sehr schnell erkennbar, dass Qualität sehr subjektiv ist. Je nachdem aus welcher Perspektive die Qualität betrachtet wird. Aber sicher ist, Unternehmen und Produkte mit guter Qualität können sich am Markt besser durchsetzen, erreichen höhere Preise und eine bessere Kundenzufriedenheit.

Die sechs Aufgaben des Qualitätsmanagements

  • Festlegen der Qualitätspolitik

Was möchte das Unternehmen / die Organisation erreichen. Es muss festgelegt werden wo genau die Reise hingehen soll. Noch nichts konkretes, aber eine Vision bzw. Vorstellung muss festgelegt werden.

  • Festlegen der Qualitätsziele

Hier wird es konkreter. Die Vision muss jetzt in genaue Details ausgelegt werden. Mit definierten Zielen, die auch gemessen werden können.

  • Qualitätsplanung

Damit die Ziele erreicht werden können, müssen sie ordentlich und strukturiert geplant werden. Die Ziele werden durch das Festlegen der Qualitätsziele vorgegeben und sollen mithilfe der Qualitätsplanung erreicht werden.

  • Qualitätslenkung

Hier ist alles aufgehoben, was der Qualität der zu erreichenden Ziele dient.

  • Qualitätssicherung

Überprüft die Ergebnisse und prüft in regelmäßigen Abständen den Nutzen und die resultierende Qualität der Maßnahmen.

  • Qualitätsverbesserung

Werden Korrekturen notwendig, sorgt die Qualitätsverbesserung für neue Inputs und überwacht deren Erfolg.

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