Das Wissensmanagement

Das Wissensmanagement fasst alle strategischen und operativen Tätigkeiten und Managementaufgaben zusammen, die für einen optimalen Umgang über das Wissen sorgen. Dabei spielt es keine Rolle, um welches Wissen es geht.

Die Disziplinen reichen von der Betriebswirtschaftslehre, der Informatik, der Informationswissenschaft, der Sozialwissenschaft, der Pädagogik oder der Wirtschaftsinformatik bis hin zur Elektrotechnik und Mechanik. Das soll nur ein Auszug sein, denn

Wissen gibt es in jedem Bereich, egal wie groß oder klein dieser Bereich ist.

Merkmale eines Wissensmanagements

Beim Wissensmanagement gibt es 8 Bausteine die für das Wissensmanagement essentiell sind. Sechs dieser Bausteine bilden die Kernprozesse und somit den inneren Kreislauf und die beiden zusätzlichen (Wissensziele, Wissensbewertung) ergänzen den äußeren Ablauf. Insgesamt dienen alle Bereiche dem einfachen managen des vorhandenen und zukünftigen Wissens im Unternehmen oder im Projekt. Optimal ist es, wenn die Bausteine in einem Kreislauf abgearbeitet werden, aber im realen Leben sind fast alle Bausteine miteinander verknüpft.

Wissensziele

Sie geben dem Wissensmanagement eine Richtung. In ihnen wird festgelegt, auf welchen Ebenen, welche Fähigkeiten aufgebaut werden sollen. Hierbei wird unterschieden in normative Wissensziele (diese wirken auf die Unternehmenskultur), strategische (sie zielen auf den zukünftigen Kompetenzbedarf der Organisation ab) und operative Wissensziele, die auf konkrete Umsetzung fokussieren.

Wissensidentifikation

Hier soll ein Überblick geschaffen werden über interne und externe Daten, Informationen und Fähigkeiten.

Wissenserwerb

Durch die Rekrutierung von Experten oder Akquisition von besonders innovativen Unternehmen können Firmen sich Know-how einkaufen, das sie aus eigener Kraft nicht entwickeln können. Etwas salopp formuliert: Zukaufen oder selbst entwickeln?

Wissensentwicklung

Wissensentwicklung ist ein ergänzender Baustein zum Wissenserwerb. Jenes Wissen, das nicht durch den Baustein Wissenserwerb abgedeckt werden soll, muss intern entwickelt werden.

Wissensverteilung

Die Kernfrage lautet: Wer sollte was in welchem Umfang wissen oder können und wie können die Prozesse der Wissens(ver)teilung erleichtert werden? Hierzu gibt es eine Vielzahl von Methoden wie zum Beispiel: Lessons Learned, After Action Review, Workshops, Jour fixe, Mentorenprinzip, Newsletter und vieles mehr.

Wissensnutzung

Nutzung ist der produktive Einsatz organisationalen Wissens.

Wissensbewahrung

Um wertvolle Sachkenntnisse zu erhalten, gilt es brauchbare Selektionsprozesse zu gestalten und sodann angemessen zu speichern wie auch zu aktualisieren.

Wissensbewertung

Im Vordergrund steht hier die Erreichung der Wissensziele.

 

Das Wissensmanagement wird für fast jedes Unternehmen immer wichtiger. Denn nur so kann gewährleistet werden, das wenig Wissen verloren geht, auch wenn die Mitarbeiter das Unternehmen wechseln. Eines der bekanntesten Möglichkeiten das Wissen zu speichern ist das Wikipedia. So oder so ähnlich kann das Wissen, im kleinen Maßstab, auch für einzelne Unternehmen gespeichert werden.

 

„Wissensmanagement ist die methodische Einflussnahme auf die Wissensbasis eines Unternehmens (organisatorisches Wissensmanagement) bzw. der eigenen Person (Persönliches Wissensmanagement). Unter der Wissensbasis werden alle Daten und Informationen, alles Wissen und alle Fähigkeiten verstanden, die diese Organisation bzw. Person zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben hat oder haben sollte.“

 

„Einer weiß viel, zwei wissen mehr und alle wissen alles. Wikipedia nennt dies das Wiki-Prinzip.“
– Eric A. Leuer: Wikipedia und fluide Wissensformen

 

„Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt. „
Gilbert Probst, Professor für Unternehmungsorganisation an der Universität Genf.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *